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Sicherheitstechnik

Vielversprechende Lasertechnik

Ausgabe 1-2/2022
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Ausgabe 1-2/2022
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LiDAR – vielleicht haben Sie von dieser Innovation schon einmal gehört. Einige moderne Smartphones und Notebooks haben so etwas eingebaut. Genutzt wird das z. B., um das Entsperren der Geräte per Gesichtserkennung sicherer und zuverlässiger zu machen, aber auch für 3-D-Scans von Objekten mit dem Smartphone.

Was ist LiDAR? Die Abkürzung steht für Light Detektion and Ranging oder Light Imaging, Detection and Ranging. Es handelt sich dabei um ein dem Radar verwandtes Verfahren: Anstelle der Radiowellen und deren Empfangstechnik kommen Laserstrahlen und optische Sensoren zum Einsatz. Vereinfacht ausgedrückt ist es eine Art dreidimensionales Scannen mit Hilfe von Laserstrahlen. Je nach Sensortechnik, Wellenlängen und Auflösung ergeben sich mannigfaltige Anwendungsmöglichkeiten. Dazu gehört neben dem bereits erwähnten 3-D-Scan auch die Messung von Wolken und Aerosolen, die nicht nur Abmessung und Dichte darstellen kann, sondern sogar je nach Verfahren Rückschlüsse auf die Zusammensetzung von Gaswolken zulässt. Anwendungsgebiete sind Entfernungsmesser (Handwerk), Geschwindigkeitsmesser, Einsatz in Fahrassistenzsystemen, Erkennung von Turbulenzen in der Luftfahrt, Überwachung von Schornsteinemissionen in der Industrie etc.

Bei der Steuerung von Industrierobotern kommt das Verfahren ebenfalls zum Einsatz, weil sich Objekte, mit wenig zusätzlichem Equipment, dreidimensional erfassen lassen und damit wesentlich mehr Informationen zur Verfügung stehen als durch klassische zweidimensionale Bildverfahren. Neben der direkten Steuerung können, durch Einsatz weniger zusätzlicher LiDAR Sensoren, auch der Bereich um Roboter herum überwacht werden (Umgebungserfassung) und so unter anderem die Sicherheit der Bedienenden verbessert oder Schäden durch Fehlfahrten verhindert werden.

»Das Verfahren bietet der Sicherheitstechnik einiges an Potenzial.«

Im Bereich der Sicherheitstechnik ist das Verfahren noch nicht ausgereizt und bietet einiges an Potenzial. Der Einsatz bei der Gesichtserkennung ist hier eines der bekanntesten Beispiele, hier werden zum Teil noch immer „nur“ einfache 2-D-Bildverfahren eingesetzt. Die Nutzung für die Zutrittskontrolle ist ein Beispiel, das vor allem dann interessant wird, wenn eine zuverlässige und für den Anwender einfache Mehr-Faktor-Authentifizierung für Gebäude umgesetzt werden will (Fingerabdruck, Karte, PIN und Gesichtserkennung als mögliche Faktoren). In Portalbereichen ließe sich mit relativ einfachen Sensoraufbauten der Bereich „volumetrisch“ überwachen – ähnlich der Umgebungsüberwachung in der Robotik. Einige wenige Hersteller bringen mittlerweile auch Kameras oder Sensoren für die Perimeterüberwachung auf den Markt. Noch ist deren Nutzen nicht großflächig erprobt, aber man kann sich durchaus vorstellen, dass hiermit einige Überwachungsfunktionen verbessert werden können. Besonders die Erkennung von Objekten und deren Position im Raum wird besser.

Es gibt aber auch einiges an Potenzial bezüglich Informationssicherheit und Datenschutz: Mit den Systemen lassen sich noch mehr individuelle identifizierende Merkmale von Personen speichern. Die Sensortechnik gleicht von den Abmessungen her der Kameratechnik und lässt sich leicht in kleinen Drohnen unterbringen. Damit lassen sich Gelände und Gebäude von außen umfassend und detailliert scannen und überwachen – auch zum Beispiel durch unautorisierte Dritte.

LiDAR bietet für die Sicherheits- und Überwachungstechnik einige Anwendungsmöglichkeiten und die Anbieter fangen gerade erst an, die Technik breiter zu nutzen. Die Risiken sind hierbei ähnlich wie in der Kameratechnik und Videoüberwachung gelagert, nur kommt halt im wahrsten Sinne des Wortes mindestens „eine Dimension dazu“.

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