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Zunahme verdächtiger Postinhalte

Ausgabe 20/2023
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Ausgabe 20/2023
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Liest man insbesondere die regionalen Nachrichten bzw. die Pressemeldungen der Polizei durch, fällt auf, dass die Anzahl der Einsätze von Feuerwehr und Polizei nach dem Auffinden verdächtigter Stoffe, insbesondere Pulver in den Postsendungen, derzeit zunehmen. Öffentliche Einrichtungen wie Staatsanwaltschaften, Stellen der Rentenversicherung und andere Behördenstellen sind betroffen. Deshalb nachfolgend einige Aspekte, die Sie im Umgang mit ihren Postsendungen sensibilisieren sollen:

  1. Erfahrungen aus Projekten zeigen, dass Richtlinien zum Umgang mit Postsendungen im eigenen Hause aus Bequemlichkeit gerne umgangen werden. Gerade bei Firmen und öffentlichen Einrichtungen mit mehreren Standorten bzw. Außenstellen wird die zentrale Postannahme und deren Kontrolle der eingehenden Post oft umgangen. Hier muss man die Mitarbeiter sensibilisieren, dass es auch um ihre eigenen Schutz geht.
  2. Die in den Poststellen arbeitenden Personen sind im Umgang mit verdächtigten Postsendungen in der Regel gut geschult. Dies bedeutet, dass bei Auffälligkeiten schnell reagiert werden kann und das notwendige Krisenmanagement anläuft.
  3. In diesem Zusammenhang stellt sich meist in der Bauplanung die Frage, wo und welche Kontrollgeräte einzuplanen sind. Die Verbesserung der Detektionsmethoden nimmt derzeit rasant zu. Deshalb ist es nachvollziehbar, dass man vorab selten schon die Fabrikate festlegen kann. Man sollte sich aber überlegen, was die Lage des Gerätes für den täglichen Gebäudebetrieb bedeutet. Sperrt die Polizei z. B. den Bereich in einem Haupteingang, bedeutet dies die Einstellung des Büro- bzw. Fertigungsbetriebs bis zur Entwarnung bzw. Entschärfung.
  4. Bei Briefen oder kleinen Postsendungen kann es helfen, Behältnisse vorzuhalten, die einen Schutz gegen Explosionen oder chemische Beständigkeit aufweisen. So können Fundort (Poststelle) und Kontrollort (z. B. Außenflächen) möglicherweise wechseln und dadurch weniger Betriebseinschränkungen verursachen.
  5. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Dokumentation solcher Ereignisse. Stellt man z. B. fest, dass sich die Bedrohungslagen häufen bzw. man über die Polizei oder das eigene Sicherheitsnetzwerk den Anstieg objektiv beobachten kann, können entsprechende bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen nachjustiert werden.

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