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Sicherheitsforschung

Beispiele für Risikominimierung durch Wissenschaft

Ausgabe 12/2023
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Ausgabe 12/2023
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Sicherheitsforschung dient der Sicherheit in der Zukunft. In diesem Sinne seien heute weitere Beispiele genannt, die diesem Ziel dienen können:

  1. Dekontamination in menschenfeindlichen Umgebungen durch Roboter
    Bei dem Forschungsprojekt ROBDEKON II werden Robotersysteme entwickelt, die zukünftig Dekontaminationsaufgaben übernehmen sollen, die bisher als zu riskant oder aufwendig galten. Bei den Aufgabenstellungen kann es sich z. B. um den Rückbau von kerntechnischen Anlagen inklusive der Handhabung von Anlagenteilen handeln, um die Sanierung von Deponien und Altlasten, sowie um die Handhabung von Gefahrstoffen.
    www.sifo.de, Kurzlink https://bit.ly/3oM3Xxr
  2. Dreidimensionale Erfassung von Objekten für die Forensik
    Um gerichtsfeste Erkenntnisse über einen Tathergang zu erlangen, erforscht das Landeskriminalamt Sachsen mit der TU Dresden neue Möglichkeiten der Sicherung und Auswertung von Tatortspuren in einem 3D-Modell. Dabei sollen räumliche Beschreibungen einer Oberfläche mit zweidimensionalen Fotoaufnahmen maßstäblich korrekt kombiniert werden können. Wie aus der Projektbeschreibung hervorgeht, könnten die Forschungsergebnisse auch zur Oberflächenprüfung an Gebäuden eingesetzt werden.
    www.sifo.de, Kurzlink https://bit.ly/424OS8G
  3. Spontanhelfer im Katastrophenfall besser koordinieren
    Spontanhelfer können bei Großlagen eine bedeutende Rolle spielen. Allerdings fehlt es den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben noch an Werkzeugen und praktikablen Vorgehensweisen. Das Forschungsprojekt KatHelfer-PRO soll eine IT-Plattform schaffen, die dazu beiträgt, Spontanhelfer zu koodinieren.
    www.sifo.de, Kurzlink https://bit.ly/3oLj22c
  4. Mobiles Drohnendetektions- und -abwehrsystem
    Handelsübliche Drohnen können bei Veranstaltungen oder an Verkehrsflughäfen zu Sicherheitsgefährdungen führen. Mit dem Leuchtturmprojekt IDAS-PRO soll nun ein innovatives Drohnenabwehrsystem entwickelt werden. Dazu sollen Funk-, Radar- und optische Sensoren eingesetzt werden. Die Komponenten zur Abwehr umfassen einen Störsender und Abfangdrohnen mit Netzen. Das System soll ausbaufähig sein und auch zum Schutz öffentlicher oder privater Liegenschaften verwendet werden können.
    www.sifo.de, Kurzlink https://bit.ly/423pKiw
  5. Sicherheitskonzept zur Bargeldversorgung bei Krisen
    Das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit hat im Rahmen des Projekts BASIC „ein Sicherheitskonzept zur Stärkung der Resilienz der Bargeldversorgung in Not- und Krisenfällen“ veröffentlicht. Das Projekt wurde im Zuge der Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Sozioökonomische und soziokulturelle Infrastrukturen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ der Bundesregierung (www.sifo.de) gefördert. Dem 64-seitigen Papier sind grundsätzliche Hinweise zum Bargeldkreislauf, eine Beschreibung von Sicherheitsszenarien (Strom-, IT-, Kommunikations- und Personalausfälle), das eigentliche Sicherheitsrahmenkonzept und Handlungsempfehlungen zu entnehmen.
    https://bargeldversorgung.org, Kurzlink https://bit.ly/3HhneNw
  6. Zukunftsstrategie Forschung und Innovation der Bundesregierung
    Mit der „Zukunftsstrategie Forschung und Innovation“ will die Bundesregierung ihre Forschungs- und Innovationspolitik neu ausrichten. Dazu hat sie ein 86-seitiges Papier vorgelegt, bei dem es eigentlich nicht um das hier in diesem Beitrag zu behandelnde Stichwort „Sicherheitsforschung“ geht. „Eigentlich“ bedeutet jedoch: Die Zukunftsstrategie trägt laut Bundesregierung „auch zur Umsetzung der Nationalen Sicherheitsstrategie bei, die Sicherheit als Bestandteil aller Politikbereiche definiert.“ In dem Papier finden sich zudem Hinweise auf die Lebensmittelsicherheit und die zu stärkende gesellschaftliche Resilienz.
    www.bmbf.de, Kurzlink https://bit.ly/437bYMr
  7. Vermummte Menschen eindeutig identifizieren
    Prof. Dirk Labudde von der Hochschule Mittweida betrachtet das Sklelett eines Menschen als individuelles biometrisches Merk-mal. Auf Basis von Gelenkpositionen, Skeletteigenschaften und Knochenlängen kann man unter Zuhilfenahme der Videoüberwachung selbst vermummte Menschen demnach eindeutig identifizieren (ein zweites Skelett mit den gleichen Merkmalen gibt es nur ein Mal pro Million). Die Richtigkeit dieser These erforscht Prof. Labudde im Rahmen eines vom Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsprojektes. Er rechnet damit, dass in etwa zwei Jahren eine Methode entwickelt worden sein wird, die einen ganz neuen Aspekt der Videoauswertung realisiert. Das Verfahren wird auf der Webseite des Mitteldeutschen Rundfunks sehr unterhaltsam dargestellt.
    https://reportage.mdr.de, Kurzlink https://bit.ly/41uYxEH

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