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Sicherheitstipp

Diebstahl bei der Sicherheitskontrolle

Ausgabe 19/2019
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Ausgabe 19/2019
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Mitte Juli stolperten die Redakteure des Sicherheits-Berater über zwei Pressemails im
Redaktionspostfach. Zum einen berichtete heute.at davon, dass eine Geschäftsführerin
eines Stahlkonzerns in Turin beim Sicherheitscheck am Flughafen eine teure Uhr und ein
Armband im Gesamtwert von 9.000 Euro an sich genommen habe, weil eine vor ihr untersuchte Touristin diese in Aufregung rund um die Kontrolle in der Schale hatte liegen gelassen. Zum anderen teilte der BDL – Bundesverband der Deutschen Luftverkehschaft – mit, dass eine fast sechsjährige Untersuchung zur Optimierung der Prozesse der. Luftsicherheitskontrollen erfolgreich abgeschlossen worden sei. Interessant dabei, dass an den beteiligten Standorten Hamburg, Köln/Bonn und Berlin/Schönefeld Personalkapazitäten optimiert und Anreizsysteme zur Qualitäts und Effizienzsteigerung die Hauptschwerpunkte
waren. Nur in Köln/Bonn hat man sich Gedanken um eine konzeptionelle Veränderung in den Flächen gemacht.

Wer viel fliegt, bekommt mittlerweile mit, wie chaotisch teilweise die Abläufe bei den Kontrollen sind. Wo noch vor einiger Zeit der aufmerksame Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Reisenden darauf aufmerksam gemacht hat, dass er nicht seine
kompletten Taschen und Gegenstände wieder eingepackt hat, muss dieser gleichzeitig
leere Kästen aufsammeln, ggf. Handgepäck kontrollieren und zusätzlich den Mitarbeitern
bei der Nachkontrolle von Personen unterstützen. Deshalb aus der Sicht eine Vielfliegers
nachfolgend einige Tipps für ihren nächsten Flug!

Maßnahmen:

  1. Es wird immer wieder darauf verwiesen, rechtzeitig am Flughafen zu sein, um wegen der Wartezeit an der Sicherheitskontrolle nicht den Flieger zu verpassen. Deshalb sollten Sie sich am besten selbst erkundigen oder von anderen informieren lassen, wie man am schnellsten zum Flughafen gelangt. Dabei sind natürlich die Verkehrsmeldungen dienlich, jedoch nicht immer aktuell. Hier empfiehlt es sich, parallel die Google Maps Verkehrsinfo zu nutzen, deren Informationen aktueller sind.
  2. Manche Flughäfen besitzen in den Terminals ein intelligentes und zeitsparen des Wegesystem hin zu den Sicherheitskontrollen. Der Weg im Sicherheitsbereich ist möglicherweise länger, Sie sind aber schneller am Abfluggate.
  3. Sortieren Sie ihre Gegenstände, welche sie auspacken bzw. ablegen müssen,
    vorher für sich. Eine immer wieder gleiche Ablagesystematik von Laptops und
    Smartphones, Flüssigkeiten und Uhren bzw. Schmuck führt meist dazu, dass
    Sie nach der Kontrolle diese auch wieder in umgekehrter Reihenfolge anlegen
    bzw. verpacken. Fehlt etwas, fällt ihnen das dann leicht auf und Sie können
    sofort nachhaken. Auch hilft Ihnen eine Ablageroutine, den Kontrollprozess zu
    beschleunigen.
  4. Gehen Sie davon aus, das auch immer mehr elektronische Überwachungsmedien zum Einsatz kommen. Bei dem Vorfall in Turin hatte die Diebin das Pech, dass eine Videoüberwachungskamera den Vorfall aufnahm, aus dem auch ersichtlich ist, dass diese Dame sich bewusst diese Sachen genommen und sie angelegt hat.
  5. Wenn sie in der Hektik Sachen bei der Sicherheitskontrolle vergessen, versuchen Sie sofort am abfliegenden oder ankommenden Flughafen Kontakt mit der Bundespolizei oder den Sicherheitsdiensten aufzunehmen. Oft haben diese die liegengelassenen Dinge bereits zur Seite gelegt und können Ihnen schnell und unkompliziert helfen.
  6. Sehr oft wird man nach der eigentlichen Kontrolle zu einer zusätzlichen Kontrolle auf Sprengstoff oder andere gefährliche Stoffe gebeten. Dies ist im Sinne der Sicherheit aller, nur sollten diese Kontrollen so vorgenommen werden, dass Ihre Dinge noch in Ihrem Sichtfeld liegen. Aus einem Laptop, welcher mitgenommen wird und z. B. erst nach zehn Minuten auftaucht, kann man in diesem Zeitraum je nach Sicherung des Gerätes durchaus sensible Daten schnell und unkompliziert auslesen.
  7. Und nehmen sie es mit Humor, wenn das Auswertegerät Sprengstoffspuren positiv anzeigt. Einem Kollegen ist es innerhalb einer Woche bei drei Flügen an unterschiedlichen Flughäfen mit unterschiedlichen Prüfgerätschaften passiert, immer wieder positiv getestet zu sein. Die Nachkontrolle durch die Bundespolizei konnte jedoch keinen Sprengstoff oder gefährliche Stoffe identifizieren. Das Lachen vergeht einem dann allerdings, wenn der Flieger bereits abgehoben ist.
  8. Nur geben wir zu Bedenken, dass die Mitarbeiter an den Sicherheitskontrollen nur ein Baustein einer ganzen Prozesskette sind. Diese geben sich in der Regel sehr viel Mühe und versuchen bei aller Hektik und allem Frust der Reisenden immer freundlich und zuvorkommend zu sein! Ein nettes Wort an den Dienstleister , eine Unterstützung z. B. durch Hinweise an den Mitreisenden helfen oft, dass auch die Mitarbeiter über ihren Schatten springen und ihr Möglichstes tun, damit Sie schnell durch die Kontrollen kommen.
  9. Und ein Hinweis ans Flughafenmanagement: Machen Sie sich Gedanken um
    den gesamten Abwicklungsprozess bei den Sicherheitskontrollen, nicht nur
    über die Standorte der Überwachungsgeräte.

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