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Gastbeitrag

Künstliche Intelligenz: Grundlagen und Möglichkeiten

Ausgabe 11/2023
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Ausgabe 11/2023
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Transparenzhinweis:
Der folgende Gastbeitrag entstand auf Anfrage des Sicherheits-Berater.

Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) schreitet rasant voran. Wohl jeder hat schon von ChatGPT gehört (siehe auch den Beitrag im Sicherheits-Berater Nr. 3/2023). Dass KI ganz neue und wirtschaftliche Möglichkeiten für jedes Unternehmen bietet, haben viele noch nicht verstanden. Sogar Datenschutzprobleme lassen sich elegant lösen.

Warum ist KI revolutionär?

Die Gründe für den Siegeszug der KI sind vielfältig. Offensichtlich wird Computerhardware immer leistungsfähiger und günstiger. Netzwerke werden immer schneller und können somit riesige Datenmengen verarbeiten. Dies ist eine der Grundvoraussetzungen für leistungsfähige Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, denn KI lernt aus Massendaten.

Erst seit wenigen Jahren existieren mathematische Modelle, die die Funktionsweise des menschlichen Gehirns nachbilden. Mit Hilfe neuronaler Netze kann ein Algorithmus selbständig komplexe Ableitungen aus vorhandenen Eingabedaten vornehmen. Es entsteht Wissen. Sogar die innere Struktur der deutschen Sprache kann so verstanden werden, ohne dass der Mensch dem Computer die Grammatik beibringen muss. Das Erstaunliche und Weltbewegende ist: Genau wie das menschliche Gehirn wandeln heutige (jetzige!) KI-Algorithmen alle Arten von Eingaben in Werte um. Bei uns im Kopf entstehen Verbindungen zwischen Neuronen. Im künstlichen neuronalen Netz werden die künstlichen Synapsen „Gewichte“ genannt. Egal also, ob Text, Sprache, Standbild oder Bewegtbild: Alles wird in Signale (Zahlen) umgewandelt. Aus meiner Sicht ist damit das Grundprinzip menschlicher Intelligenz entschlüsselt.

Einen KI-Algorithmus zu trainieren erfordert immense Rechenleistungen, die erst seit Kurzem in bezahlbarer Weise zur Verfügung stehen. Erst mathematische und softwaretechnische Optimierungen erlauben, zusammen mit der Hardware, das Trainieren einer leistungsfähigen KI.

Anwendungsfälle

Die neuen Möglichkeiten existieren erst seit kurzem in einer Weise, die man als „frei verfügbar“ kennzeichnen kann. Der Begriff „heutzutage“ sollte im Zusammenhang mit KI nicht mehr verwendet werden, weil in drei Monaten die Welt schon wieder anders aussehen wird. Unternehmen können mit den aktuellen Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz bietet, elegant zahlreiche anspruchsvolle Probleme lösen. Beispielsweise sind dies:

  • Frage-Antwort-Suchmaschinen: Stellen Sie eine Frage in natürlicher Sprache, statt ungenaue und unnatürlich anmutende Schlagworte verwenden zu müssen. Machen Sie Firmenwissen aus internen Datenbanken für Mitarbeiter leichter auffindbar.
  • Übersetzung: Dass, was tolle Übersetzer wie DEEPL können, schafft die KI jetzt auch, nur ohne DEEPL und ohne weitere Dritte. Bei Bedarf können Sie Ihr eigenes Vokabular in die KI reinkippen.
  • Textzusammenfassungen: Wer nur wenig Zeit hat, bekommt die wichtigsten Informationen aus einem Text serviert. Die KI kann sogar Fragen aus einem Beitrag extrahieren, die im Beitrag beantwortet werden. Zusätzlich kann zur generierten Frage eine kurze Antwort mitgeneriert werden.
  • Bilderkennung: Ein intelligentes Programm markiert Ihnen alle Objekte auf einem Bild und benennt diese. So ist auch eine Bildersuche möglich: „Finde alle Bilder, die zwei Menschen in einem Park zeigen“.
  • Bildbearbeitung: Ein bestimmtes Objekt auf einem Bild wird automatisiert in ziemlich guter Qualität freigestellt und verringert so die nötige Bearbeitungszeit durch den Menschen erheblich. Sogar fehlende Teile von Gesichtern können optisch ergänzt werden.
  • Bilderzeugung: Sicher kennen Sie die Programme, die aus einer Texteingabe ein Bild erzeugen.
  • Audiotranskription: Aus einem Podcast oder einer Videodatei kann automatisiert die gesprochene Sprache in Text umgewandelt werden, um daraus mit geringem Aufwand Untertitel oder ein Transkript zu erstellen.
  • Videoerzeugung: Aus nur einem Eingabebild und einer Audiodatei entsteht ein Video mit animiertem Gesicht, dass sich synchron zur Sprache bewegt.

Die Möglichkeiten sind endlos und in bezahlbarer Weise schnell umsetzbar. Was früher (also bis letztes Jahr) nur Unternehmen mit hohem Budget und viel Personal möglich war, kann ich selbst jetzt alleine und in kurzer Zeit programmieren. Beispielsweise könnte der Algorithmus für eine Musikerkennungs-App kurzfristig entwickelt werden. Das Erkennen von Einbruchsaktivitäten über eine Audio- oder Videoanalyse ist ebenso denkbar wie das Aufspüren von Angriffen auf das Unternehmensnetzwerk. Eine Audio-Transkription in höchster Qualität ist noch schneller fertig. Daher habe ich so etwas auch schon programmiert.

Das Beste kommt zum Schluss: Für Ihre KI-Lösung sind Sie nicht auf Internetkonzerne angewiesen. Ihr System läuft in Deutschland. Somit sind Datenschutzprobleme passé. Einen Datentransfer an amerikanisch geführte Unternehmen wie Google oder Microsoft gibt es nicht mehr. Die Abhängigkeit von großen Unternehmen und deren Daten- und Preispolitik ist ab sofort beendet, wenn Sie möchten.

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