sicherheits-berater
Close

Login

Wenn Sie sich hier zum ersten Mal seit dem 09.02.2024 anmelden wollen, nutzen Sie bitte die "Passwort vergessen"-Funktion.

Noch kein Abonnent? Hier geht es zu unseren Angeboten.
Close

Passwort vergessen

Close

Gastregistrierung

Mit Ihrer Registrierung erhalten Sie für 4 Wochen kostenlos und unverbindlich Zugriff auf unsere Inhalte.

Planung

Mit SICHERHEIT von der Wahl lernen

Ausgabe 21/2021
  |  
  |  
Ausgabe 21/2021
  |  

Am 30.09.2021 konnte man in der Berliner Morgenpost eine längere Schilderung von Staatsrechtler Christian Waldhoff von der HU Berlin, zusammengefasst von Dominik Barth, unter dem Titel „Gipfel der Desorganisation“ über die „Berliner Verhältnisse in den Wahllokalen am 26.09.2021“ lesen. Unter anderem auch den Fakt, dass in vielen Wahllokalen in Berlin nur zwei Wahlkabinen aufgestellt wurden, obwohl in Summe fünf Abstimmungs-/Wahlzettel auszufüllen waren. Das heißt, bei einer durchschnittlichen Verweildauer von acht Minuten haben in zwei Stunden 30 Wähler die Möglichkeit zu wählen. Bei gleichmäßiger Auslastung der Wähler über die 10 Stunden Öffnungszeit können 150 Berliner von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Ergebnis: In einigen Wahllokalen wurde bis nach 19:00 Uhr gewählt. Oder Wahlberechtigte gingen ohne Stimmvergabe einfach wieder nach Hause.

Beobachten wir diese Ignoranz von objektiven Gegebenheiten nicht auch an vielen Stellen der sicherheitskonzeptionellen bzw. planerischen Umsetzung in vielen Projekten? Es zählen Ästhetik und Wirtschaftlichkeit. Oder macht man sich im Detail Gedanken, wie man Haupteingänge oder Zugänge zu besonderen Schutzzonen betrieblich so gestaltet, dass sie auch in den „Stoßzeiten“ keine Wartezeiten für Mitarbeiter, Personen und Fahrzeuge bedingen? Wie sieht es aus, wenn Störungen oder Ausfälle von Technik die Nutzung weiter einschränken? Angeblich sind die Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle am neuen Berlin-Brandenburger Flughafen den zusätzlichen Anforderungen durch die Pandemie geschuldet. Vorausschauende Planung scheinbar Fehlanzeige! Frust der Nutzer (und Bediensteten) vorprogrammiert!

Maßnahmen

  1. Machen Sie sich die Gedanken über Betriebsorganisation und verkehrskonzeptionelle Abläufe.
  2. Bewerten sie selbst (bzw. lassen es durch Fachleute erarbeiten) die Nutzungszeiten für die Nutzung der Bedienelemente der Zutrittssicherung, angefangen vom Ausweisleser bis zu den unterschiedlichen Türen-, Schleusen- und Vereinzelungslösungen.
  3. Fordern Sie auch ihre Planer, Berater und ausführenden Firmen dazu auf, diese Organisationsvorgaben in den einzelnen Planungs- und Umsetzungsphasen umzusetzen. Unter anderem auch mit dem schönen Nebeneffekt, dass Sicherheit eine Akzeptanz erfährt, ohne dass der Nutzer dies wahrnimmt. Einfachstes Beispiel: Besuchen Sie einmal die Allianz-Arena in München bei einer Sportveranstaltung mit kompletter Personenanzahl-Nutzung. Zumindest bei Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln werden Sie keine langen Warteschlangen wahrnehmen. Eine gute Planung!

Aus der Redaktion

Objektsicherheit

Sicherheitsplanung

Kommentar

UBI

Sicherheitstechnik

Meist gelesen

Anzeige
SIMEDIA Inhouseveranstaltungen

Schwerpunkte

Login

Noch kein Abonnent? Hier geht es zu unseren Angeboten.