Mit Verweis auf aktuelle Gefährdungsszenarien fragen unsere Beratungskunden immer wieder nach den Möglichkeiten einer durchschusssicheren Verglasung, speziell in Pfortenbereichen. Und gar nicht so selten sehen sie auch Bedarf, weil sie ein Angriffsszenario mit Langwaffen, wie der AK-47, fürchten
Problem:
Eine Nachrüstung oder Härtung von bestehenden Fassadenteilen ist entweder teuer oder das betroffene Bauteil muss in Gänze ausgetauscht werden, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Durchschusshemmung mittels Folien oder Vorhängen kann nur in begrenztem Maße umgesetzt werden.
Maßnahmen:
- Legen Sie genau fest, vor welchem Angriff bzw. vor welchen Waffen Sie sich schützen wollen.
- Folien rüsten eine Bestandsverglasung lediglich um einen Splitterschutz auf. Diese bieten Schutz vor umherfliegenden Splittern (z. B. bei Explosionen oder bei Beschädigung der Fenster), schützen aber nicht unmittelbar vor einem Projektil.
- Durchschusshemmende Vorhänge können Schutz vor Angriffen mit Kleinkaliberwaffen bieten. Vorhänge verhindern jedoch nicht das Eindringen von Tätern in den Sicherheitsbereich nach einem Durchschussangriff!
- Vor Durchschussangriffen kann der zusätzliche Aufbau einer durchschusshemmenden Verglasung oder einer sechs bis zehn Millimeter dicken Stahlplatte (je nach Waffenklasse) hinter dem Bestandsfenster schützen. Hier bei muss auf eine robuste Verankerung in der Fassade geachtet werden.
- Diese Verglasung bzw. die Stahlplatte kann auch verschiebbar oder mit Drehflügeln ausgebildet werden, um Service- und Wartungsaufgaben erledigen zu können
- Sollten diese Maßnahmen alle nicht umsetzbar oder praktikabel sein, bleibt meist nur der Austausch der gesamten Verglasung.
Fazit:
Durchschusshemmung im Bestand nachzurüsten ist möglich, aber in der Regel nur mit Einschränkungen des Betriebes, der Optik oder der Wirksamkeit.

