sicherheits-berater
Close

Login

Wenn Sie sich hier zum ersten Mal seit dem 09.02.2024 anmelden wollen, nutzen Sie bitte die "Passwort vergessen"-Funktion.

Noch kein Abonnent? Hier geht es zu unseren Angeboten.
Close

Passwort vergessen

Close

Gastregistrierung

Mit Ihrer Registrierung erhalten Sie für 4 Wochen kostenlos und unverbindlich Zugriff auf unsere Inhalte.

Sicherheitstechnik

City-Sicherheit – So nicht, bitte!

Ausgabe 24/2019
  |  
  |  
Ausgabe 24/2019
  |  

Land auf und Land ab wurden jetzt zum Schutz von Weihnachtsmärkten Poller ausgepackt und aufgestellt. Und offensichtlich arbeiten die Marktämter der Kommunen – oder wer auch immer sich dort zuständig fühlt – nicht immer mit polizeilichen Fachkräften zusammen oder lassen sich sonst wie fachlich beraten. So entsteht Alibismus auf Basis gefährlichen Halbwissens oder gar völligen Unwissens. Das hat ein bis zwei Vorteile: Maßnahmen werden billiger und sehen manchmal auch niedlich aus.

Der Autor hatte jüngst in Tirol zu tun. In Innsbruck war der Weihnachtsmarkt schon in der zweiten Novemberhälfte voll im Gange. An den Zugängen hatte man „Barrieren“ aufgestellt. Diese muss man einfach mal gesehen haben.

Übrigens: das „Tor“ (Bild S. 481 unten rechts) war aus Deko-Pappe. An der Größe der Leuchte kann man die Größe des Betonklotzes abschätzen. Ein Quader mit den ungefähren Abmessungen mit Kantenlängen von etwa 50 cm. Beeindruckend dabei ist, dass man die Klötze auf Gummimatten als Untergrund gestellt hat. Vielleicht hat sich der „Experte“ gedacht, auf so einem Material rutscht der Beton nicht so wie auf dem Asphalt. Irrtum: Es war novemberfeucht, die Matte nass und irgendjemand muss dem Autor den Gefallen getan und das „Klötzchen“ bereits bewegt haben.

Die Klötze hatten zudem jeweils auf ihrer Rückseite (im Bild gut erkennbar) eine Aussparung. Zu welchem Zweck erschloss sich nicht. Aber die Moniereisen gingen durch und hatten Griffcharakter! Zwei bis drei kräftige Männer wären in der Lage, das Hindernis wegzuziehen, denn ein Betonklotz dieser Größe wiegt nur um die 250 bis 300 Kilogramm.

An anderer Stelle hatte man eine zum Weihnachtsmarkt gehörende Straße mit niedlichen Zier-Häuschen „gesichert“. Damit diese weich stehen dienten auch hier wieder Gummimatten als Auflage.

Auch diese Hindernisse wurden für Täter taktisch derart hervorragend platziert, so dass auch jedes unberechtigte Fahrzeug mit hinreichender Geschwindigkeit einfahren kann. Man muss zugeben: sehr diskret und den weihnachtlichen Bummel oder Lieferverkehr in keiner Weise störend. Aber in Innsbruck ist ja die Welt auch noch heil.

Aus der Redaktion

Meist gelesen

Anzeige
SIMEDIA Themenbereich Rechenzentren

Schwerpunkte

Login

Noch kein Abonnent? Hier geht es zu unseren Angeboten.