Am 13.10.2023 trugen acht Hybridfahrzeuge auf einem Autotransport-Waggon der Bahn zu einem Großbrand eines Güterzuges im Bahnhof Butzbach im Wetteraukreis bei. Ob diese Fahrzeuge ursächlich für den Brand waren oder ob durch andere Auslöser die Sekundärschäden an der Infrastruktur der Bahn (Oberleitung/Lärm- und Sichtschutzwände usw.) so erheblich sind, wird die Ermittlung der Polizei bzw. der Brandschutzgutachter zeigen. Bislang wurden dazu noch keine Ergebnisse veröffentlicht. Während die Information in die Umgebung („wegen starker Rauchentwicklung Bitte an Anwohner und Mitarbeiter von Unternehmen, Fenster und Türen geschlossen zu halten“) durch die Feuerwehr umgehend erfolgte und das Feuer nach knapp zweieinhalb Stunden gelöscht war, waren die Folgenschäden für die Sicherstellung des Betriebes (Bahnverkehr) erheblich. Züge fielen aus, Umleitungen waren notwendig. Die Schäden konnten erst nach Freigabe des Brandortes durch die Polizei von den Rahmenvertragspartner der Bahn wieder behoben werden. Ähnliches konnten wir bei Schadensereignissen auf Straßen (von Durchgangsstraßen in Kommunen bis zur Autobahn) in letzter Zeit beobachten.
Aus unserer Sicht ist es zwingend notwendig, solche Brandrisiken aus „stehenden“ bzw. „durch Dritte bewegte Fahrzeuge“ für die Bewertung der Standorte, deren bauliche und technische Ausprägung sowie das Notfallmanagement mit einzubeziehen. Die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse wird aktuell größer, mögliche Schäden können hoch sein, wenn keine präventive Vorsorge für solche Ereignisse getroffen werden.

