Sicherlich hat der eine oder andere in Ihrem Haus noch einen Kaminofen im Haus. Nach der Bundesimmissionsschutzverordnung gelten ab dem Jahr 2025 die neuen Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid (CO). Nach dem Auslaufen einer Übergangsfrist gelten ab dem 1.1.2025 prinzipiell für alle Anlagen verschärfte Grenzwerte. So dürfen Einzelraumfeuerstätten, die vor dem 22. März 2010 errichtet und betrieben wurden, nur weiterbetrieben werden, wenn sie die Grenzwerte von 0,15 Gramm pro Kubikmeter Staub und vier Gramm pro Kubikmeter Kohlenmonoxid nicht überschreiten. Nach Schätzungen des Bundesumweltministeriums (aus 2020) sind knapp vier Millionen Ofenbesitzer von der Regelung betroffen.
Nach Ansicht der Fachleute gibt es, wenn man nicht die Anlage zu Silvester stilllegen (bzw. bis zu 50.000 Euro Strafe zahlen) möchte, prinzipiell zwei Möglichkeiten des Nachrüstens: aktive und passive Staubfilter. Bei aktiven Filtern wird ein Stab in das Rauchrohr integriert. Der Feinstaub wird elektrostatisch aus den Abgasen gesaugt und am Stab gebunden. Dazu bedarf es eines Stromanschlusses. Eine sehr aufwendige und auch teure Nachrüstung.
Zumindest für die Nachrüstung des aktiven Staubfilters hat die Firma Kleining GmbH & Co. KG aus Gronau eine Lösung für eine einfache Nachrüstung entwickelt: einen KaminFilterKat direkt im Ofenrohr. Sie präsentiert dieses Produkt auf einer eigenen Webseite: www.kaminfilterkat.de. Dabei handelt es sich um einen Staubabscheider mit Katalysefunktion. Die Firma vergleicht die Nachrüstung eines Ofens mit der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit einem Rußpartikelfilter (Hinweis: Das System kommt aus der Automobilindustrie und hat sich dort bewährt).
Der KaminFilterKat soll mehr als 30 Prozent des Feinstaubes reduzieren und dank einer Beschichtung aus Edelmetallen bis zu 60 Prozent des Kohlenmonoxids (CO). Nach Angaben des Herstellers verbessert sich zudem der Wirkungsgrad der Feuerstelle, weil die er-zeugte Wärme länger im Aufstellraum gehalten wird. Das System ist vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) geprüft und zertifiziert (Zulassungsnummer: Z-7.4-3553).
Damit der Ofen an bleibt, sollten Sie sich recht bald um den Immissionsschutz kümmern!

